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Publikationen
vom Lokalhistoriker Bruno Rühl
mit den Buchtiteln

 F O R T B I L D U N G S S C H U L E
 G E M Ü N D E N   I M   T A U N U S

5 0  J A H R E
D O R F G E M E I N S C H A F T S H A U S
G E M Ü N D E N   I M  T A U N U S

Ihre Briefbestellung richten Sie an:
Heimatforscher Bruno Rühl
Am Sattelbach 9
61276 Weilrod-Gemünden.


Lieferung der Publikation Fortbildungsschule Gemünden im Taunus
zum Stückpreis von 5,- Euro plus Versandkosten.

Lieferung der Publikation 50 Jahre Dorfgemeinschaftshaus Gemünden im Taunus
zum Stückpreis von 3,-- Euro Plus Versandkosten.

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Publikation im Jahrbuch Hochtaunuskreis Ausgabe 2006.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Nur Gemünden hat ein Backhaus mit Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert.


Eine alte Kapelle wurde 1580 zwischen der Mündung zweier Bäche liegend, dem Laubach und dem Sattelbach, erwähnt. Auf Grund seiner Bauweise dürfte dieses Gebäude schon Anfang des 15. Jahrhundert erbaut worden sein. Vielleicht sogar auch am Ende des 14. Jahrhunderts, da die urkundliche Ersterwähnung von Gemünden im Jahre 1402 datiert ist. Die Gemündener hatten immer viel Kummer und Sorgen mit dieser Kapelle. Die jeweils zuständigen Pfarrer mussten aus den Kirchspielen Grävenwiesbach, Rod an der Weil und Merzhausen kommen. Zur Verbreitung und Ausübung des christlichen Glaubens wurden Predigten in der Kapelle gehalten, Beerdigungsgottesdienste zelebriert, Abendmahlgottesdienste waren unregelmäßig. Auch bedingt durch die eher geringe kirchliche Nutzung wurde die Kapelle schließlich baufällig und im Jahre 1828 lebenspraktisch zum Backhaus umgebaut.

Umbau zum Rathaus
1948 wurde das Backhaus aufgestockt und als Rathaus sowie Gemeindekasse genutzt. Der damalige Bürgermeister und auch die Gemeinderechner hatten Ihre "Amtsstuben" bis dahin zu Hause im Wohnzimmer. Nach der Gebietsreform im Jahre 1972 renovierte der Landfrauenverein Gemünden das oberste Stockwerk, ein Heimatmuseum entstand mit Ausstellungsstücken der alltäglichen Arbeit im Haus, der Feldarbeit, der Handwerkarbeit, sowie Gegenstände des täglichen Lebens und einiger Kunstobjekte. Der aus dem Jahre 1733 stammende Wetterhahn auf dem Türmchen wurde durch einen neuen ersetzt; wieder mit der Jahreszahl 1733; die Gemündener nennen Ihn auch "Gickel". Er zeigt allezeit die Windrichtung an, was in früheren Zeiten den Bauern bei der Einschätzung der Wetterlage half. Am 12. April 1986 wurde er auf dem Türmchen montiert.

Entdeckung von Wandmalereien
Viele Umbau- und Renovierungsarbeiten wurden schon an diesem Gebäude getätigt, aber erst im Jahre 1996 entdeckten Gemündener Bürger vier Wandmalereien mit Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament: Adam und Eva unter dem Baum der Erkenntnis, Die Verkündigung des Engels an Maria, Die Heimsuchung, der Auferstandene mit dem ungläubigen Thomas. Das hessische Landesdenkmalamt erklärte anhand der Form und Farbe der Gemälde, dass diese aus dem 15.Jahrhundert stammen. Das bestätigt die Vermutung dass das Gebäude schon lange vor seiner Ersterwähnung erbaut worden sein muss. Am 17. August 1997 wurde durch Pfarrvikar Thomas Ludwig ein Backes-Gottesdienst abgehalten. Das war seit über 170 Jahren wieder einmal ein Gottesdienst im ältesten Gebäude von Gemünden. Dieser stand unter dem Bibeltext: " Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund" (5.Moses 8.3). Im Backes werden heute noch regelmäßig von Gemündenern Sauerteigbrote und Backesweck nach Rezepten aus Großmutters Zeiten gebacken. Bei den Jubiläumsfeiern ,,600 Jahre Gemünden" im Jahre 2002 hat die Dorfgemeinschaft 5000 Euro zur Sanierung des alten Schieferdaches des Heimatmuseums erwirtschaftet. Die Eindeckung des neuen Schieferdaches samt Türmchen, versehen mit dem Wappen von Gemünden, das ein nach rechts schwimmender Fisch zeigt, wurde dann am 21. März 2004 gebührend gefeiert.
Autorentext Nr. 10 / 2005

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Ja!
Wer schreibt das alles?

Jetzt stelle ich mich mit einem Autorportrait vor.
B R U N O   R Ü H L
Am Sattelbach 9;  61276 Weilrod-Gemünden
BRUNO RÜHL wurde am 26. November 1949 in Mainz geboren und lebt seit 1952 in Gemünden im Taunus. Nach der Gebietsreform im Jahre 1972 wurde Gemünden einer von dreizehn Ortsteilen der Großgemeinde Weilrod. Schon seit früher Kindheit wollte er immer alles über Gemünden wissen. Sein Lieblingsfach in der Volksschule war Heimatkunde, sein Lehrer der Heimatforscher Rudi H. Kaethner.
Der ausgebildete Maler erwarb auch Kenntnisse im Restaurieren, wechselte aber im Alter von 21 Jahren den Beruf und arbeitete bei der Deutschen Bundespost. Nach einigen Jahren schlug er die Beamtenlaufbahn ein. Seit 1969 ist er verheiratet mit Beate Rühl, geborene Hübner; die Eheleute haben einen Sohn Olaf, und eine Tochter Bianca.
Bruno Rühl ist ein aktives Mitglied in allen örtlichen Vereinen, er unterstützt die Betreuung des Heimatmuseums, die dem Landfrauenverein Gemünden übertragen wurde. Zu einer seiner selbst gestellten Aufgaben zählt auch, Gemünden im Internet zu präsentieren. Im Jahre 2002, im Jubiläumsjahr „600 Jahre Gemünden“, ist er Festkomiteevorsitzender und verantwortlicher Organisator der über das ganze Jahr verteilten Jubiläumsveranstaltungen. Bruno Rühl 2007


Im Jahre 2014


Letzte Aktualisierung von Bruno Rühl im August 2016

Weitere Inhalte für diesen Bereich bereite ich vor. Um Sie auf dem gewohntem Niveau informieren zu können, werde ich noch ein wenig Zeit benötigen. Bitte schauen Sie daher noch einmal auf dieser Seite vorbei. Vielen Dank für Ihr Interesse! Bruno Rühl